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Henri-Dunant-Str. 3, 55299 Nackenheim

Taschengeldbörse

Kleine Hilfe, Große Freude.

Unsere Taschengeldbörse bringt hilfesuchende Menschen und hilfeanbietende Jugendliche zusammen. Dabei geht es um Unterstützung bei kleinere Tätigkeiten gegen ein Taschengeld. Ob Rasenmähen, Einkaufen, Gassigehen oder Hilfe bei der Smartphonebedienung – vieles ist denkbar. Wir wollen nicht nur Angebot und Nachfrage, sondern die Generationen zusammenbringen.


Die wichtigsten Fragen

  • Was gilt es allgemein zu beachten?

    Die Taschengeldbörse richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren (Jobber) sowie an Menschen mit Unterstützungsbedarf, insbesondere ältere bzw. mobilitätseingeschränkte Personen (Jobanbieter). Die vermittelten Arbeiten sollen einfach, ungefährlich und unregelmäßig sein. Die tägliche Arbeitszeit soll 2 Stunden, die wöchentliche 10 Stunden nicht überschreiten. Die Arbeiten dürfen nicht vor und während des Schulunterrichts ausgeführt werden und müssen dem körperlichen und geistig-seelischen Entwicklungsstand der Jugendlichen entsprechen. Das empfohlene Taschengeld beträgt mindestens 5 Euro pro Stunde. Ein anderer Satz kann individuell zwischen Jobanbieter und Jobber vereinbart werden.

    Jobanbieter wie Jobber müssen sich bei der Taschengeldbörse anmelden. Bei Minderjährigen muss ein Sorgeberechtigter der Teilnahme zustimmen.

    Die Taschengeldbörse dient lediglich als Koordinierungsstelle und übernimmt keine Haftung für die tatsächlich Verrichtung oder die Qualität der Arbeit. Die entstehende Rechtsbeziehung besteht ausschließlich zwischen Jobanbieter und Jobber. Die Taschengeldbörse kann weder garantieren, dass es für die angebotenen Jobs Abnehmer gibt, noch dass jeder Jugendliche einen Job erhält. Sie kann auch nicht garantieren, dass individuelle Absprachen zwischen Jobanbieter und Jobber eingehalten werden oder dass Jobs zur Zufriedenheit aller erledigt werden. Schwierigkeiten dieser Art sind direkt zwischen Jobanbieter und Jugendlichem zu klären. Die Taschengeldbörse kann hierbei nur unterstützen.

    Um eine möglichst große Sicherheit zu gewährleisten, führen wir mit allen Teilnehmern vorab ein Gespräch. Sollte eine Person ungeeignet erscheinen, kann die Zulassung zur Taschengeldbörse auch verweigert werden. Sollte es während eines Jobs zu kriminellen Handlungen kommen, z. B. Diebstahl, muss sich der Betroffene selbst direkt an die zuständige Stelle (z. B. Polizei) wenden. Die Taschengeldbörse ist lediglich Kontaktstelle und übernimmt keinerlei Haftung.

  • Wie läuft das Ganze ab?

    Zunächst müssen zwei Dinge passieren: Interessierte füllen den entsprechenden Anmeldebogen aus – den für Jobber oder den für Jobanbieter – und wir führen ein kurzes Gespräch, um die jeweiligen Vorstellungen abzuklären. Manchmal können wir direkt einen Job vermitteln, manchmal muss man etwas warten.

    Wenn wir einen Job vermitteln können, vereinbaren wir einen gemeinsamen Kennlerntermin vor Ort, bei dem Jobanbieter, Jobber und ein Vertreter des Jugendbüros dabei sind. Wenn dann alle zufrieden sind, kann's losgehen. Fortan klären Jobber und Jobanbieter untereinander, wann und wie sie zusammenkommen. Die Taschengeldbörse wird erst wieder aktiv, falls Schwierigkeiten auftauchen – und natürlich, wenn es einen neuen Job gibt.

  • Was ist beim Jugendarbeitsschutz zu beachten?

    Bei allen Tätigkeiten im Rahmen der Taschengeldbörse muss es sich um geringfügige Hilfeleistungen handeln, die gelegentlich aus Gefälligkeit erbracht werden (vgl. §1 Abs. 2 JArbSchG). Die Beschäftigung muss leicht sein und darf ausschließlich an Werktagen (Montag bis Samstag) zwischen 8 Uhr und 18 Uhr verrichtet werden. Die Beschäftigungszeit darf nicht vor oder während des Schulunterrichts liegen.

  • Werden Sozialversicherungsbeiträge fällig?

    Tätigkeiten im Rahmen der Taschengeldbörse sind nicht als versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis im sozialversicherungsrechtlichen Sinne zu beurteilen, solange keine persönliche Abhängigkeit von einem Arbeitgeber gegeben ist (vgl. § 7 Abs.1 SGB IV). Eine Abhängigkeit zeichnet sich u. a. durch das Weisungsrecht des Arbeitgebers, d. h. durch Vorgaben hinsichtlich des Inhalts, der Durchführung, Zeit, Dauer und Ort der Tätigkeit aus. Innerhalb der Taschengeldbörse soll hierzu aber ein Dialog zwischen Jugendlichen und Jobanbieter entstehen.

    Sollte aus der zunächst einmaligen Hilfestellung eines Jugendlichen ein Beschäftigungsverhältnis werden, muss der Jugendliche von dem hilfesuchenden Haushalt bei der Minijobzentrale angemeldet werden. In diesem Fall muss der Auftraggeber – neben anderen dann entstehenden Pflichten – auch Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

  • Müssen auf das Taschengeld Steuern gezahlt werden?

    Der Jobber muss nur Einkommensteuer zahlen, sofern sein Einkommen gemäß § 32a Abs. 1 Ziffer 1 EStG den Grundfreibetrag übersteigt. Dieser liegt Stand 2020 bei 9.408 €

    Der Jobber muss nur Umsatzsteuer zahlen, wenn sein Umsatz gemäß § 19 UStG im Vorjahr 22.000 € überstiegen hat oder im laufenden Jahr absehbar 50.000 € übersteigen wird.

  • Was ist zu beachten, wenn der Jobber Sozialleistungen bezieht?

    Jobber, die selbst oder deren Familien Sozialleistungen (SGB II, BAföG, ALG II, Hartz IV, Wohngeld, etc.) beziehen, müssen unter Umständen das erzielte Einkommen beim zuständigen Träger angeben. Bitte setzen Sie sich ggf. mit dem zuständigen Leistungsträger in Verbindung.

  • Ist der Jobber versichert?

    Tätigkeiten im Rahmen der Taschengeldbörse sind über die privaten Haft- und Unfallversicherungen der Beteiligten (bzw. der Sorgeberechtigten) abgesichert.
    Bei der Aufnahme achten wir darauf, dass eine private Haftpflicht- und evtl. eine Unfallversicherung (über die Sorgeberechtigten) vorhanden ist, da ansonsten für evtl. versicherungsrelevante Schäden keine Versicherung besteht. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für Jobanbieter, die Jobber zu versichern. Ein Versicherungsschutz über die Taschengeldbörse besteht nicht.

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